Welche Lizenz in Österreich wirklich zählt
Beim Online-Glücksspiel in Österreich entscheidet nicht das internationale Erscheinungsbild einer Website über ihre rechtliche Einordnung. Maßgeblich ist das österreichische Konzessionsmodell. Für ein offiziell legales Online-Glücksspielangebot ist eine Konzession des Bundesministeriums für Finanzen erforderlich. Eine ausländische Lizenz kann daher nicht automatisch mit einer österreichischen Konzession gleichgesetzt werden.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Lizenz aus einer anderen Jurisdiktion und der Österreichischen Konzession. Wer ein Online Casino für den österreichischen Markt rechtlich bewerten will, muss zuerst klären, ob eine entsprechende österreichische Berechtigung besteht. Angaben zu einer EU-Lizenz, einem internationalen Zulassungsstaat oder einer privaten Prüfstelle ersetzen diesen Schritt nicht.
Das österreichische Konzessionsmodell
Österreich regelt Online-Glücksspiel über ein staatliches Konzessionsmodell. Der Staat legt damit nicht nur allgemeine Spielregeln fest, sondern bestimmt auch, wer ein entsprechendes Angebot rechtmäßig betreiben darf. Die Konzession ist somit keine bloße Qualitätsauszeichnung und kein freiwilliges Gütesiegel. Sie bildet die rechtliche Grundlage für das Angebot.
Für Online-Glücksspiel ist derzeit die Österreichische Lotterien GmbH der zentrale konzessionierte Anbieter. Nach den vorliegenden Angaben hält sie die einzige österreichische Online-Glücksspielkonzession. Diese Berechtigung umfasst unter anderem Elektronische Lotterien, also Online-Glücksspiel auf der Plattform win2day. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027.
Diese Übersicht hilft Ihnen, Online-Casinos für den österreichischen Markt anhand ihrer Lizenz, Bonusangebote und praktischer Zahlungsbedingungen einzuordnen. So erhalten Sie schnell einen sachlichen Überblick für Ihre weitere Auswahl.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 1000 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 72 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Wunderino Casino verfügt über eine Curaçao-Lizenz und bietet einen Bonus von bis zu 1000 €. Auszahlungen werden innerhalb von 72 Stunden bearbeitet, die Mindesteinzahlung beträgt 10 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 200 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 48 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Lazybar Casino ist mit einer Curaçao-Lizenz ausgestattet und bietet bis zu 200 € Bonus. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 48 Stunden, ab 10 € kann eingezahlt werden.
Lizenz: einzige österreichische Online-Konzession (Österreichische Lotterien GmbH), gültig bis 2027 win2day besitzt die einzige österreichische Online-Konzession der Österreichischen Lotterien GmbH, die bis 2027 gültig ist. Damit ist die Lizenzierung das zentrale Merkmal dieses Angebots.
Lizenz: Gibraltar-Lizenz · Bonus: bis zu 500 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 48 Stunden · Mindesteinzahlung: 20 € LeoVegas verfügt über eine Gibraltar-Lizenz und bietet einen Bonus von bis zu 500 €. Auszahlungen werden innerhalb von 48 Stunden bearbeitet; die Mindesteinzahlung liegt bei 20 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 200 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 48 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € DrückGlück Casino arbeitet mit einer Curaçao-Lizenz und bietet bis zu 200 € Bonus. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 48 Stunden, die Mindesteinzahlung beträgt 10 €.
Lizenz: Gibraltar-Lizenz · Bonus: bis zu 1000 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 48 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Mr Green verfügt über eine Gibraltar-Lizenz und bietet einen Bonus von bis zu 1000 €. Auszahlungen werden innerhalb von 48 Stunden bearbeitet, und die Mindesteinzahlung beträgt 10 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 300 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 72 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Hölle Games besitzt eine Curaçao-Lizenz und bietet bis zu 300 € Bonus. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 72 Stunden, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 500 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 72 Stunden · Mindesteinzahlung: 20 € Wildz Casino ist durch eine Curaçao-Lizenz lizenziert und bietet einen Bonus von bis zu 500 €. Auszahlungen werden innerhalb von 72 Stunden bearbeitet; die Mindesteinzahlung beträgt 20 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 250 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 48 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Gamevy verfügt über eine Curaçao-Lizenz und bietet bis zu 250 € Bonus. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 48 Stunden, die Mindesteinzahlung beträgt 10 €.
Lizenz: Curaçao-Lizenz · Bonus: bis zu 300 € Bonus · Auszahlungsgeschwindigkeit: innerhalb 72 Stunden · Mindesteinzahlung: 10 € Lucky Kinds besitzt eine Curaçao-Lizenz und bietet einen Bonus von bis zu 300 €. Auszahlungen werden innerhalb von 72 Stunden bearbeitet, die Mindesteinzahlung liegt bei 10 €.
Die Aussage „einzige österreichische Online-Glücksspielkonzession“ bezieht sich auf den Online-Bereich. Sie darf nicht mit sämtlichen Glücksspielberechtigungen in Österreich gleichgesetzt werden. Für andere Bereiche gelten eigene Berechtigungen und Zuständigkeiten. Casinos Austria AG ist beispielsweise für Spielbanken berechtigt und betreibt in Österreich zwölf Spielbanken. Das ist eine andere Kategorie als die Konzession für elektronische Lotterien im Internet.
Auch die ADMIRAL Casinos & Entertainment AG steht für einen getrennten Bereich: Sie führt Landesausspielungen mit Glücksspielautomaten in mehreren Bundesländern, darunter Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und die Steiermark. Daraus lässt sich keine zusätzliche österreichische Online-Casinokonzession ableiten.
Welche Behörde wofür zuständig ist
Bei der Glücksspielaufsicht sind zwei staatliche Stellen auseinanderzuhalten. Das Bundesministerium für Finanzen ist für die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Glücksspielmarktes verantwortlich. Dort liegt somit die Zuständigkeit für das Konzessionsmodell und die rechtlichen Voraussetzungen, unter denen Glücksspielangebote betrieben werden dürfen.
Die operative Aufsicht führt hingegen das Finanzamt Österreich, Dienststelle für Sonderzuständigkeiten. Diese Aufgabe besteht seit dem 1. Januar 2021. Die Trennung ist praktisch relevant: Das Ministerium schafft den rechtlichen Rahmen, während die zuständige Dienststelle die operative Glücksspielaufsicht wahrnimmt.
| Bereich | Zuständige Stelle oder Bezug |
|---|---|
| Gesetzliche Rahmenbedingungen | Bundesministerium für Finanzen |
| Erforderliche Konzession für ein legales Online-Angebot | Bundesministerium für Finanzen |
| Operative Glücksspielaufsicht | Finanzamt Österreich, Dienststelle für Sonderzuständigkeiten |
| Öffentliche Übersicht der Berechtigten | BMF-Whitelist |
Die BMF-Whitelist ist die öffentliche Liste der Konzessionäre und Ausspielbewilligten. Sie dient damit als offizieller Bezugspunkt für die Prüfung, ob ein Anbieter oder eine Berechtigung im österreichischen System nachvollziehbar erfasst ist. Eine Werbeaussage auf der Casino-Website erfüllt diese Funktion nicht. Entscheidend ist der behördliche Nachweis, nicht die Gestaltung der Startseite.
Warum eine EU-Lizenz nicht automatisch genügt
Bei ausländischen Online Casinos mit EU-Lizenz widersprechen sich die vorliegenden Quellen ausdrücklich. Eine Darstellung ordnet solche Angebote in Österreich als rechtliche Grauzone ein. Eine andere Darstellung behauptet dagegen, dass in Österreich kein einheitliches nationales Regelwerk für Online-Glücksspiele gelte und Anbieter mit EU-Lizenz als gesetzlich legitim betrachtet werden könnten.
Dieses Quellenproblem darf nicht stillschweigend aufgelöst werden. Die beiden Aussagen führen zu unterschiedlichen praktischen Bewertungen. Nach dem österreichischen Konzessionsmodell ist für ein offiziell legales Online-Glücksspielangebot eine Konzession des Bundesministeriums für Finanzen erforderlich. Gleichzeitig liegt die abweichende Einschätzung vor, nach der eine EU-Lizenz genügen könne. Wer beide Positionen kennt, sollte eine ausländische Lizenz deshalb nicht als automatisch gleichwertig mit einer Österreichischen Konzession darstellen.
Rechtliche Folgen
Verträge mit Anbietern ohne österreichische Konzession können nach § 879 ABGB nichtig sein. Zudem können Einsätze bei nicht konzessionierten Anbietern nach § 1041 ABGB zurückgefordert werden.
Die rechtliche Unsicherheit betrifft nicht nur ein Detail im Impressum. Sie kann die Beurteilung des gesamten Vertragsverhältnisses beeinflussen. Nach den vorliegenden Angaben sind Verträge mit Anbietern ohne österreichische Konzession nach § 879 ABGB wegen eines Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot nichtig. Außerdem können Spieler laut Quelle Einsätze bei nicht konzessionierten Anbietern nach § 1041 ABGB zurückfordern.
Diese Aussagen ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Sie zeigen aber, warum die Lizenzfrage vor der Nutzung geklärt werden sollte. Eine ausländische Zulassung beantwortet nicht automatisch die Frage, ob das konkrete Angebot im österreichischen Glücksspielsystem anerkannt ist.
Konzession, Ausspielbewilligung und Anbietername
Nicht jede Berechtigung im Glücksspielbereich bedeutet dasselbe. Die BMF-Whitelist führt Konzessionäre und Ausspielbewilligte. Deshalb sollte der Eintrag immer im Zusammenhang mit dem konkreten Glücksspielbereich gelesen werden. Ein Unternehmen kann in Österreich für eine bestimmte Glücksspielart berechtigt sein, ohne dadurch automatisch Online-Casinospiele anbieten zu dürfen.
Für dich zählt daher nicht allein der Name eines bekannten Unternehmens. Maßgeblich ist, welche Berechtigung für welches Angebot besteht. Die Online-Konzession der Österreichischen Lotterien GmbH betrifft elektronische Lotterien. Die Berechtigungen von Casinos Austria AG beziehen sich auf Spielbanken. Landesausspielungen mit Glücksspielautomaten wiederum folgen einer anderen rechtlichen Grundlage.

Diese Abgrenzung verhindert einen häufigen Denkfehler: Aus einer bekannten Marke wird nicht automatisch eine gültige Erlaubnis für jede Form des Glücksspiels. Rechtlich zählt die konkrete Konzession.
Was der aktuelle Status für die Einordnung bedeutet
Der derzeitige österreichische Rahmen ist durch das Konzessionsmodell und die zentrale Stellung der Österreichischen Lotterien GmbH geprägt. Die Online-Konzession läuft bis zum 30. September 2027. Bis dahin bleibt die bestehende Berechtigung der relevante Bezugspunkt für die Einordnung des Online-Angebots.
Gleichzeitig sollte zwischen geltendem Status und abweichenden politischen oder rechtlichen Bewertungen unterschieden werden. Dass Quellen die Rechtslage unterschiedlich beschreiben, macht die österreichische Konzession nicht zu einer nebensächlichen Formalität. Im Gegenteil: Gerade wegen dieser widersprüchlichen Darstellung ist eine klare Trennung nötig:
- Das staatliche Konzessionsmodell ist die Grundlage der offiziellen Einordnung.
- Für ein offiziell legales Online-Glücksspielangebot wird eine Konzession des Bundesministeriums für Finanzen verlangt.
- Die Österreichische Lotterien GmbH hält derzeit die einzige österreichische Online-Glücksspielkonzession.
- Ausländische EU-Lizenzen werden in den Quellen unterschiedlich bewertet.
- Die BMF-Whitelist ist der öffentliche Anhaltspunkt für Konzessionäre und Ausspielbewilligte.
Kurz gesagt: Nicht jede Lizenz ist dieselbe Lizenz.
Boni mit Blick auf Spielerschutz und Kosten
Ein Bonus ist kein zusätzlicher Kontostand ohne Bedingungen. Er ist ein Angebot mit Regeln, das dein Spielverhalten beeinflussen kann. Deshalb zählt bei Boni in einem Online Casino Österreich nicht zuerst die beworbene Gewinnchance, sondern die Frage, welche Verpflichtungen damit verbunden sind und ob du sie vor der Teilnahme klar erkennen kannst.
Gerade im Glücksspiel ist das wichtig: Gewinne werden häufig auffällig präsentiert, während Einschränkungen weniger Platz bekommen. Verantwortungsvolle Werbung muss deshalb das Risiko finanzieller Verluste sichtbar machen, darf den möglichen Gewinn nicht übermäßig betonen und keine irreführenden Angaben enthalten. Ein Bonus darf nicht den Eindruck erwecken, Spielen sei ohne finanzielles Risiko möglich.
Was du vor der Annahme prüfen solltest
Die konkrete Bonusaktion ist nur so verständlich wie ihre Bedingungen. Achte darauf, ob der Bonus an bestimmte Spiele, Zeiträume oder weitere Vorgaben geknüpft ist. Fehlen solche Informationen oder stehen sie nur schwer auffindbar im Kleingedruckten, ist Zurückhaltung angebracht. Eine klare Darstellung gehört zur fairen Kommunikation.
Für die Bewertung hilft eine einfache Trennung:
| Prüfkriterium | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| Bonusbetrag oder Bonusvorteil | Er zeigt, was beworben wird, sagt aber allein nichts über den tatsächlichen Nutzen aus. |
| Teilnahmebedingungen | Sie legen fest, unter welchen Voraussetzungen der Vorteil verwendet werden kann. |
| Einschränkungen | Sie können beeinflussen, welche Spiele oder Funktionen tatsächlich infrage kommen. |
| Fristen und sonstige Vorgaben | Ohne deren Prüfung lässt sich der Wert des Angebots nicht sachlich beurteilen. |
| Spielerschutzfunktionen | Sie helfen, die eigenen Ausgaben und die Spieldauer unabhängig vom Bonus zu begrenzen. |
Konkrete Zahlen zu Umsatzanforderungen, Auszahlungsgrenzen oder Bonusfristen sollten nicht ergänzt werden, wenn sie für die jeweilige Aktion nicht verlässlich vorliegen. Ein scheinbar präziser Vergleich wäre dann nur eine gut formatierte Vermutung.
Bonusbedingungen sind keine Nebensache
Ein Bonus kann die Entscheidung zur Einzahlung beschleunigen. Genau darin liegt sein Einfluss auf das Spielverhalten. Wer wegen eines beworbenen Vorteils mehr Geld einzahlt oder länger spielt als geplant, betrachtet nicht mehr nur die Kosten der ursprünglichen Teilnahme. Der Bonus wird dann zum Anreiz, die eigenen Grenzen zu verschieben.
Setze dir deshalb vor der Teilnahme ein eigenes Ausgabenlimit. Dieses sollte nicht davon abhängen, ob ein Bonus verfügbar ist. Maßgeblich ist ausschließlich, welchen Betrag du verlieren kannst, ohne dass dadurch laufende Ausgaben oder andere Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Geld, das du dir nicht leisten kannst zu verlieren, gehört nicht ins Spiel.
Auch ein vermeintlich attraktiver Bonus bleibt ein Glücksspielangebot. Er beseitigt weder das Suchtpotenzial noch das Risiko finanzieller Verluste. Gewinne sind nicht garantiert, und eine Werbeaussage darf diesen Eindruck nicht vermitteln. Formulierungen, die Sicherheit, regelmäßige Gewinne oder eine besondere Erfolgswahrscheinlichkeit nahelegen, sind entsprechend kritisch zu lesen.
Spielerschutz vor Werbevorteil
Im österreichischen Kontext gehören Einsatzlimits, Einzahlungslimits und ein zeitweiser Spielausschluss zu den genannten Instrumenten des Spielerschutzes. Diese Funktionen sind wichtiger als der kurzfristige Wert einer Werbeaktion. Ein Angebot, das solche Schutzmöglichkeiten nicht sichtbar macht, vermittelt kein vollständiges Bild der Nutzung.
Sinnvoll ist folgende Reihenfolge:
- Lege fest, welchen Einsatz du verantworten kannst.
- Setze ein Einzahlungslimit, bevor ein Bonus deine Entscheidung beeinflusst.
- Bestimme eine Spielzeit und beende die Sitzung bei Erreichen dieser Grenze.
- Nutze einen zeitweisen Spielausschluss, wenn Abstand vom Spielen nötig ist.
- Prüfe erst danach, ob die Bonusbedingungen überhaupt zu deinem Plan passen.
Die Selfsperre ist dabei kein Zeichen fehlender Kontrolle, sondern ein vorgesehenes Schutzinstrument. Sie kann helfen, eine Spielpause verbindlich zu machen, wenn freiwilliges Aufhören schwerfällt. Ein Bonus darf niemals dazu führen, dass eine solche Sperre umgangen oder hinausgeschoben wird.
Minderjährigenschutz und Werbung
Die Teilnahme am Online-Glücksspiel ist in Österreich erst ab 18 Jahren zulässig. Boni und ihre Bewerbung dürfen sich daher nicht an Minderjährige richten. Das betrifft nicht nur die direkte Ansprache, sondern auch die Gestaltung: Eine Werbung sollte keine Sprache oder Bildwelt verwenden, die besonders auf Jugendliche zielt oder Glücksspiel als Teil eines unbeschwerten Alltags darstellt.
Ebenso problematisch sind Botschaften, die sozialen oder finanziellen Druck erzeugen. Aussagen nach dem Muster, man müsse eine Gelegenheit sofort nutzen, um nichts zu verpassen, fördern keine informierte Entscheidung. Verantwortungsvolle Werbung lässt Raum für Prüfung und weist auf das Suchtpotenzial hin.
Ein nüchterner Hinweis ist dabei kein dekorativer Zusatz. Er gehört zur Einordnung des Angebots. Glücksspiel kann abhängig machen. Diese Tatsache muss neben der Bonusdarstellung erkennbar bleiben.
- Setze dir vorab ein eigenes Ausgabenlimit
- Prüfe Bonusbedingungen auf Transparenz
- Nutze Spielerschutzfunktionen wie Einzahlungslimits
- Verlasse dich nur auf die Werbeaussage eines Bonus
- Ignoriere die rechtliche Lizenzsituation
- Spielst du mit Geld, das du nicht verlieren kannst
Kosten nicht mit Steuerfragen vermischen
Für private Spieler sind Gewinne aus Glücksspielen in Österreich in der Regel nicht einkommensteuerpflichtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Bonus automatisch kostenlos oder finanziell vorteilhaft ist. Steuerliche Einordnung und wirtschaftliche Kosten sind verschiedene Themen.
Bei elektronischen Lotterien beträgt die Glücksspielabgabe laut einem einzelnen Branchenüberblick 40 Prozent der Jahresbruttospieleinnahmen. Diese Angabe beschreibt die Abgabe auf Anbieterseite und ist keine Aussage darüber, dass private Spieler einen entsprechenden Betrag auf ihre Gewinne zahlen müssen. Sie ersetzt auch keine Prüfung der jeweiligen Bonusbedingungen.
Der entscheidende Kostenpunkt für dich bleibt daher die eigene Einzahlung und der mögliche Verlust. Ein steuerlicher Hinweis darf nicht von den Regeln der Aktion oder vom Spielerschutz ablenken.
Gratisangebote und irreführende Versprechen
Gratis-Spielangebote zur Gewinnung neuer Kunden sollen nicht eingesetzt werden. Das ist besonders relevant, weil ein kostenlos wirkendes Angebot die Hemmschwelle senken und den Einstieg ins Glücksspiel fördern kann. Wird ein Vorteil beworben, müssen Bedingungen, Risiken und Schutzinformationen gemeinsam erkennbar sein.
Vermeide Angebote, bei denen:
- der Bonus groß dargestellt wird, die Bedingungen aber kaum auffindbar sind;
- Gewinne als wahrscheinlich oder sicher erscheinen;
- Verluste und Suchtpotenzial nicht erwähnt werden;
- Zeitdruck zu einer schnellen Einzahlung führen soll;
- der Eindruck entsteht, ein Bonus müsse vollständig genutzt werden;
- Schutzfunktionen gegenüber der Werbung in den Hintergrund treten.
Ein Bonus ist nur dann sachlich beurteilbar, wenn du seinen möglichen Nutzen und seine Verpflichtungen nebeneinanderlegen kannst. Fehlt diese Transparenz, ist die vorsichtigste Entscheidung die Nichtteilnahme. Kein Bonus ist ein Grund, die eigenen Grenzen aufzugeben.
Regeln zuerst. Bonus danach.
Zahlungen: Welche Wege dir in Österreich offenstehen
Bei Ein- und Auszahlungen zählt nicht die längste Liste, sondern die klare Zuordnung: Welche Methode wird für österreichische Nutzer genannt, für welches Angebot gilt sie und stammt die Angabe aus einer allgemeinen Marktübersicht oder aus der Beschreibung eines konkreten Betreibers? Genau hier entstehen widersprüchliche Aussagen. Eine Zahlungsmethode kann im Marktvergleich auftauchen, ohne bei jedem Online Casino Österreich verfügbar zu sein.
Welche Zahlungsmethoden für Österreich genannt werden
Für Einzahlungen werden in Übersichten zum österreichischen Markt mehrere Wege genannt:
- Visa
- Mastercard
- Sofortüberweisung
- Trustly
- Paysafecard
- teilweise EPS-Überweisung
Weitere Angaben nennen Paysafecard, Skrill, Neteller und MiFinity als akzeptierte Methoden. In derselben Darstellung fehlen Kreditkarten. Eine andere Quelle beschreibt dagegen Kreditkarten, Überweisungen, E-Wallets und weitere Verfahren als gängige Optionen.
Das ist kein Detail, das sich durch eine elegante Formulierung auflösen lässt. Die Quellen widersprechen einander ausdrücklich: Einerseits werden Kreditkarten als fehlend dargestellt, andererseits als gängig bezeichnet. Deshalb solltest du eine allgemeine Marktangabe nicht automatisch als Zusage eines bestimmten Online Casinos verstehen. Maßgeblich ist, welche Optionen im Kassenbereich des konkreten Angebots angezeigt werden und ob sie sowohl für Einzahlungen als auch für Auszahlungen vorgesehen sind.
| Zahlungsmethode | In Marktangaben genannt | Einordnung |
|---|---|---|
| Visa | Ja | Die Verfügbarkeit kann je nach Angebot abweichen. |
| Mastercard | Ja | Die Quellenlage zu Kreditkarten ist widersprüchlich. |
| Sofortüberweisung | Ja | Wird als österreichische Zahlungsoption genannt. |
| Trustly | Ja | Wird in allgemeinen Übersichten aufgeführt. |
| Paysafecard | Ja | Wird sowohl allgemein als auch bei akzeptierten Methoden genannt. |
| EPS-Überweisung | Teilweise | Nicht als durchgehend verfügbare Option darstellen. |
| Skrill | Ja | In einer Angabe zu akzeptierten Methoden enthalten. |
| Neteller | Ja | In einer Angabe zu akzeptierten Methoden enthalten. |
| MiFinity | Ja | In einer Angabe zu akzeptierten Methoden enthalten. |
Die Tabelle zeigt vor allem eines: „In Österreich genannt“ bedeutet nicht „bei jedem Anbieter verfügbar“. Besonders bei EPS ist die Einschränkung ausdrücklich Teil der Angabe. Bei Kreditkarten reicht die Quellenlage sogar in entgegengesetzte Richtungen.
Einzahlungen und Auszahlungen getrennt prüfen
Einzahlung und Auszahlung sind nicht automatisch zwei Seiten desselben Verfahrens. Eine Paysafecard kann beispielsweise in einer Übersicht als Einzahlungsweg erscheinen, ohne dass daraus eine Auszahlungsmöglichkeit folgt. Umgekehrt kann ein Betreiber für Auszahlungen eine Bankverbindung oder ein E-Wallet verlangen, selbst wenn mehrere Einzahlungsmethoden angeboten werden.
Prüfe daher vor der Registrierung:
- Welche Methoden für die Einzahlung angezeigt werden.
- Welche Methoden für die Auszahlung verfügbar sind.
- Ob eine Methode nur in allgemeinen Marktübersichten genannt wird.
- Ob der Betreiber Bedingungen für die Auszahlung an die ursprüngliche Zahlungsquelle festlegt.
- Ob die gewählte Methode unter deinem Namen geführt wird.
Der fünfte Punkt ist praktisch wichtig, ohne eine bestimmte Plattformregel zu behaupten: Zahlungsdaten sollten zu den Kontodaten passen. Abweichungen können eine zusätzliche Prüfung auslösen. Das ist kein Grund, persönliche Angaben zu umgehen. Es ist ein Grund, die Zahlungsseite vor einer Einzahlung vollständig zu lesen.
Was konzessionierte Angebote von allgemeinen Angaben unterscheidet
Für österreichisch konzessionierte Angebote gelten die Angaben zur Zahlungsabwicklung nicht automatisch in derselben Form wie bei ausländischen Plattformen. Bei solchen Angeboten werden Kryptowährungen laut den vorliegenden Angaben nicht angeboten. Das betrifft die konzessionierte Online-Glücksspielumgebung in Österreich und ist von allgemeinen Werbelisten zu trennen, in denen digitale Vermögenswerte oder weitere internationale Zahlungswege erwähnt werden können.
Für die konzessionierte Plattform win2day nennt eine Betreiberübersicht folgende Methoden:
- Kreditkarte
- Banküberweisung
- EPS
- Skrill
- Neteller
- EuroBon
Diese Liste stammt aus einem Betreiberüberblick und beschreibt deshalb das dort dargestellte konkrete Angebot, nicht den gesamten österreichischen Markt. Sie steht außerdem neben der abweichenden allgemeinen Angabe, nach der Kreditkarten fehlen. Beide Aussagen sollten nicht zu einer scheinbar einheitlichen Marktregel vermischt werden.
Für win2day wird zusätzlich ausdrücklich angegeben, dass Kryptowährungen nicht akzeptiert werden. Damit bleibt die Einordnung konsistent: Eine im Betreiberüberblick genannte Zahlungsart ist eine konkrete Angebotsinformation; die fehlende Krypto-Zahlung betrifft diese konzessionierte Plattform und darf nicht ohne Weiteres auf jede ausländische Seite übertragen werden.
E-Wallets, Überweisungen und Guthabenkarten
Die genannten Zahlungswege lassen sich nach ihrer Funktionsweise grob unterscheiden. Banküberweisung und EPS greifen auf klassische oder kontobasierte Zahlungsabläufe zurück. Trustly und Sofortüberweisung werden als digitale Überweisungswege genannt. Skrill, Neteller und MiFinity gehören zu den E-Wallets. Paysafecard und EuroBon stehen für Guthabenlösungen, bei denen nicht zwingend eine direkte Kartenzahlung im Kassenbereich erfolgt.
Diese Einteilung sagt noch nichts über Kosten, Bearbeitungsdauer oder eine tatsächliche Auszahlungsfreigabe aus. Genau solche Angaben fehlen in den geprüften Fakten und sollten daher nicht ergänzt werden. Eine Methode als „schnell“, „kostenlos“ oder „garantiert verfügbar“ zu bezeichnen, wäre hier nicht sachlich abgesichert.
Auch bei Karten ist eine präzise Formulierung notwendig. Visa und Mastercard werden als gängige Methoden genannt. Gleichzeitig behauptet eine andere Quelle, Kreditkarten würden fehlen. Bei win2day nennt ein Betreiberüberblick Kreditkarte ausdrücklich. Die korrekte Schlussfolgerung lautet nicht, dass jede Kreditkarte überall funktioniert. Sie lautet: Die Verfügbarkeit muss beim jeweiligen Angebot geprüft werden.
Woran du die Kassenangaben messen kannst
Vor einer Einzahlung sollte die Zahlungsseite mehr zeigen als eine Reihe von Logos. Relevant sind die Bezeichnung der Methode, die Richtung des Geldtransfers und die Hinweise des Betreibers zu Identitäts- oder Sicherheitsprüfungen. Fehlt eine Methode im eingeloggten Kassenbereich, ist eine allgemeine Übersicht kein Ersatz dafür.
Achte besonders auf diese Trennung:
- Marktangabe: Eine Methode wird für Österreich allgemein genannt.
- Angebotsangabe: Ein konkreter Betreiber führt sie in seiner Zahlungsübersicht.
- Konzessionsbezogene Angabe: Die Information bezieht sich auf ein österreichisch konzessioniertes Angebot.
- Auszahlungsangabe: Die Methode wird ausdrücklich für Rückzahlungen genannt.
Erst die letzte Kategorie beantwortet die Frage, wie du Geld wieder vom Spielkonto erhältst. Ein Logo neben den Einzahlungsmöglichkeiten beantwortet sie nicht.
Bei österreichisch konzessionierten Angeboten bleibt außerdem der rechtliche Rahmen entscheidend: Die Zahlungsoption ist kein Ersatz für die Prüfung, ob das Angebot tatsächlich unter der österreichischen Konzession betrieben wird. Umgekehrt macht eine lange Liste internationaler Zahlungsdienste eine Plattform nicht automatisch zu einem österreichisch konzessionierten Angebot.
Praktische Entscheidung ohne Zahlensalat
Wenn dir eine direkte Bankanbindung wichtig ist, vergleiche Banküberweisung, EPS, Sofortüberweisung und Trustly anhand der tatsächlich angezeigten Ein- und Auszahlungsrichtungen. Wenn du ein E-Wallet bevorzugst, prüfe Skrill, Neteller oder MiFinity nicht nur auf das Einzahlungssymbol, sondern auf die Rückzahlungsmöglichkeit. Bei Paysafecard und EuroBon sollte besonders klar sein, ob sie ausschließlich für Einzahlungen vorgesehen sind.
Kreditkarten verlangen wegen der widersprüchlichen Quellen eine eigene Prüfung. Visa und Mastercard werden allgemein genannt; zugleich wird das Fehlen von Kreditkarten behauptet. Der Betreiberüberblick zu win2day nennt Kreditkarte, während für die konzessionierte Plattform keine Kryptowährungen akzeptiert werden.
Die sachliche Reihenfolge ist damit klar:
- konkretes Angebot öffnen;
- Kassenbereich prüfen;
- Einzahlung und Auszahlung getrennt lesen;
- Betreiberangaben von allgemeinen Marktübersichten unterscheiden;
- keine Verfügbarkeit aus einem Logo oder einer fremden Liste ableiten.
So bleibt die Auswahl bei den überprüfbaren Zahlungswegen. Mehr verspricht die Faktenlage nicht. Und das ist bei Geldtransfers die bessere Grenze.
Spiele und Regeln für dein Spielverhalten
Beim Online Casino Österreich solltest du zwei Ebenen auseinanderhalten: den Inhalt des Spiels und die Regeln, die dein Verhalten während der Teilnahme begrenzen. Ein Slot, Roulette oder ein Live-Spiel bleibt Unterhaltung mit finanziellem Risiko. Der Spielname ändert daran nichts. Entscheidend ist, ob du die Teilnahme kontrollieren kannst, das Mindestalter einhältst und Glücksspiel nicht mit Sportwetten gleichsetzt.
Welche Spiele unter Online-Glücksspiel fallen
Zum klassischen Online-Glücksspiel zählen unter anderem Automatenspiele, Roulette und Live-Casino-Angebote. Gemeinsam ist diesen Spielen, dass der Ausgang nicht durch eine sportliche Leistung oder eine eigene strategische Entscheidung mit sicherem Ergebnis bestimmt wird. Du setzt Geld ein und akzeptierst die Möglichkeit eines Verlusts.
Bei Automatenspielen läuft das Ergebnis über ein Zufallssystem. Bei Roulette entscheidet der Ausgang des jeweiligen Spiels über Gewinn oder Verlust. Live-Casino-Angebote übertragen Tischspiele mit einer realen Spielleitung in ein digitales Umfeld. Die Darstellung kann sich unterscheiden; das finanzielle Risiko bleibt bestehen.
Eine bestimmte Spielart ist deshalb nicht automatisch unbedenklicher als eine andere. Schnelle Spielrunden können dazu führen, dass Einsätze weniger bewusst wahrgenommen werden. Bei Live-Angeboten kann die unmittelbare Atmosphäre den Eindruck vermitteln, näher am klassischen Casino zu sein. Beides ersetzt keine eigene Begrenzung.
Achte daher nicht nur auf das Spiel, sondern auf dein Verhalten:
- Setzt du vorher einen Betrag fest, den du verlieren kannst?
- Bleibst du bei dieser Vorgabe, auch nach einem Verlust?
- Machst du Pausen, statt ohne Unterbrechung weiterzuspielen?
- Versuchst du nicht, Verluste durch höhere Einsätze zurückzugewinnen?
- Beendest du die Sitzung, wenn die geplante Zeit vorbei ist?
Gewinne sind nicht planbar. Eine vorherige Gewinnserie macht den nächsten Ausgang nicht sicherer. Ebenso bedeutet ein Verlust nicht, dass nun ein Gewinn „fällig“ wäre. Solche Erwartungen verändern die Zufallsabhängigkeit des Spiels nicht, können aber zu unkontrollierten Entscheidungen führen.
Mindestalter und persönliche Verantwortung
In Österreich gilt für die Teilnahme am Online-Glücksspiel ein Mindestalter von 18 Jahren. Diese Grenze ist keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung für die Teilnahme. Minderjährige sollten weder ein Spielkonto verwenden noch über das Konto einer anderen Person spielen.
Die Verantwortung endet nicht bei der Altersgrenze. Auch volljährige Spieler müssen ihre finanzielle Situation berücksichtigen. Glücksspiel kann süchtig machen und zu finanziellen Verlusten führen. Deshalb gehört zur verantwortungsvollen Teilnahme, nur Geld einzusetzen, dessen Verlust du dir leisten kannst.
Nicht geeignet ist Glücksspiel als Methode, um laufende Ausgaben zu finanzieren, Schulden auszugleichen oder Einkommen zu ersetzen. Ein Spielkonto sollte nicht mit Geld aufgeladen werden, das für Miete, Rechnungen, Lebensmittel oder andere notwendige Kosten vorgesehen ist. Das klingt nüchtern. Genau das ist der Sinn.
Limits statt nachträglicher Korrektur
Spielerschutzinstrumente sollen Entscheidungen vor oder während des Spiels begrenzen. Zu den genannten Möglichkeiten gehören Einsatzlimits, Einzahlungslimits und ein zeitweiser Spielausschluss.
| Instrument | Wofür es gedacht ist |
|---|---|
| Einsatzlimit | Begrenzt, welchen Einsatz du beim Spielen verwendest |
| Einzahlungslimit | Begrenzt, wie viel Geld du auf dein Spielkonto einzahlst |
| Zeitweiser Spielausschluss | Unterbricht deine Teilnahme für einen festgelegten Zeitraum |
Ein Einsatzlimit wirkt direkt bei der Spielentscheidung. Ein Einzahlungslimit setzt früher an: Es beschränkt den Geldbetrag, der überhaupt auf das Konto gelangt. Der zeitweise Spielausschluss schafft Abstand, wenn eine bloße Selbstkontrolle nicht mehr ausreicht.
Setze diese Grenzen nicht erst nach einem problematischen Spielverlauf. Ein Limit ist am wirksamsten, wenn es feststeht, bevor die erste Einzahlung erfolgt. Prüfe außerdem, ob das Limit tatsächlich zu deinem verfügbaren Freizeitbudget passt. Ein höheres Limit ist nicht automatisch besser, nur weil es mehr Flexibilität lässt.
Wenn du merkst, dass du Regeln regelmäßig umgehst, Verluste verheimlichst oder trotz eigener Vorsätze weiterspielst, ist eine Pause sinnvoll. Der zeitweise Spielausschluss kann dann ein konkreter Schritt sein. Er ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schutzmechanismus.
Selbstsperre und geplante Reform
Eine zeitweise Sperre kann auf einzelne Angebote bezogen sein. Nach Angaben aus einem fachbezogenen Überblick ist im Entwurf des Glücksspielreformgesetzes 2026 außerdem ein marktweites Sperrsystem vorgesehen. Dieses System ist noch nicht in Kraft.

Damit darfst du den Entwurf nicht mit geltendem Recht verwechseln. Eine geplante Reform beschreibt eine mögliche künftige Regelung, ersetzt aber keine aktuell verfügbare Sperrfunktion. Wenn du sofort Abstand brauchst, nutze die vorhandenen Möglichkeiten des jeweiligen Angebots und beende den Zugang nicht nur gedanklich, sondern praktisch.
Auch ohne ein marktweites System kannst du klare persönliche Regeln festlegen: keine Teilnahme unter Alkoholeinfluss, keine spontanen Nachzahlungen und keine Nutzung fremder Konten. Solche Regeln ersetzen die gesetzlichen Spielerschutzinstrumente nicht, machen dein Verhalten aber überprüfbarer.
Glücksspiel ist nicht Sportwetten
Sportwetten werden in Österreich nicht nach dem Glücksspielgesetz, sondern auf Ebene der Bundesländer geregelt. Sie sind daher rechtlich von Online-Casino-Spielen zu unterscheiden.
Der Unterschied betrifft nicht nur die Bezeichnung. Bei einer Sportwette beziehst du dich auf ein Sportereignis; die Regelung erfolgt nach den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. Bei Online-Casino-Spielen geht es um Angebote wie Automatenspiele, Roulette oder Live-Casino. Für beide Bereiche können eigene Anforderungen gelten.
Checkliste vor dem Spiel
- Überprüfe, ob die österreichische Konzession vorliegt
- Gleiche den Betreiber mit der BMF-Whitelist ab
- Prüfe die verfügbaren Ein- und Auszahlungsmethoden
- Setze ein festes Einsatz- und Einzahlungslimit
- Lies die Bonusbedingungen im Detail durch
Verwechsle deshalb nicht die Zulässigkeit einer Sportwetten-Seite mit der Berechtigung für Online-Casino-Spiele. Eine Erlaubnis in einem Bereich beantwortet nicht automatisch die Frage, ob ein anderes Angebot rechtlich gleich behandelt wird. Für deine Prüfung muss immer feststehen, welche Art von Glücksspiel du tatsächlich nutzt.
Auch der persönliche Umgang mit dem Risiko bleibt getrennt zu betrachten. Sportkenntnis macht eine Wette nicht sicher, und die Kenntnis von Spielregeln macht ein Casino-Spiel nicht kontrollierbar. In beiden Fällen solltest du Einsätze begrenzen und Verluste nicht durch weiteres Spielen ausgleichen.
Ein praktischer Rahmen für jede Spielsitzung
Vor dem Start helfen wenige, aber überprüfbare Regeln:
- Lege das verfügbare Budget fest und trenne es von notwendigen Ausgaben.
- Bestimme eine Spielzeit und beende die Sitzung danach.
- Nutze Einsatz- und Einzahlungslimits.
- Spiele nicht, um vorherige Verluste zurückzugewinnen.
- Unterbrich die Teilnahme, wenn du deine eigenen Regeln nicht mehr einhältst.
- Verwende bei Bedarf einen zeitweisen Spielausschluss.
Diese Punkte machen aus Zufall kein planbares Einkommen. Sie begrenzen lediglich den Rahmen, in dem du dich bewegst. Genau darin liegt ihr Nutzen.
So vergleichst du Casino-Angebote sachlich
Bei der Casino-Auswahl zählt nicht zuerst die Farbe der Startseite, die Zahl der Spiele oder ein auffälliger Bonus. In Österreich steht eine andere Frage an erster Stelle: Darf dieses Angebot hier überhaupt Online-Glücksspiel anbieten? Erst wenn diese Grundlage geklärt ist, lassen sich Bedienung, Zahlungsmöglichkeiten oder weitere Merkmale sinnvoll vergleichen.
Der erste Prüfpunk: die österreichische Konzession
Für ein offiziell legales Online-Glücksspielangebot ist eine Österreichische Konzession des Bundesministeriums für Finanzen erforderlich. Das ist kein bloßes Qualitätssiegel, sondern die zentrale rechtliche Voraussetzung für das Angebot. Eine ausländische Erlaubnis ersetzt diesen Nachweis nicht automatisch.
Gerade hier widersprechen sich veröffentlichte Darstellungen. Eine Quelle ordnet ausländische Casinos mit EU-Lizenz in Österreich einer rechtlichen Grauzone zu. Eine andere behauptet, es gebe kein einheitliches nationales Regelwerk und Anbieter mit EU-Lizenz seien gesetzlich legitim, sofern sie nationale Vorschriften erfüllen. Diese Aussagen stehen nicht einfach nebeneinander als gleichwertige Auswahlkriterien. Für eine sachliche Prüfung solltest du deshalb nicht aus einer EU-Lizenz auf eine österreichische Berechtigung schließen.
Der maßgebliche Vergleich lautet:
| Prüffrage | Was du daraus ableitest |
|---|---|
| Wird eine Österreichische Konzession genannt? | Das Angebot nennt die für den österreichischen Online-Markt relevante Grundlage. |
| Ist die Konzession nachvollziehbar belegt? | Die Angabe lässt sich mit einer öffentlichen Behördenquelle abgleichen. |
| Wird nur eine ausländische Lizenz gezeigt? | Damit ist eine österreichische Konzession nicht nachgewiesen. |
| Fehlen klare Angaben? | Das Angebot sollte nicht als offiziell legales Online-Casino eingeordnet werden. |
Die Bezeichnung „lizenziert“ allein reicht also nicht. Entscheidend ist, welche Konzession gemeint ist und ob sie sich auf Online-Glücksspiel in Österreich bezieht. Ein glänzendes Siegel bleibt sonst nur Dekoration.
Die BMF-Whitelist als Kontrollpunkt
Die BMF-Whitelist ist die öffentliche Liste der Konzessionäre und Ausspielbewilligten. Sie dient damit als praktische Gegenprüfung zu den Angaben eines Anbieters. Suche nicht nur nach einem Logo im Fußbereich der Internetseite, sondern gleiche den Namen des Betreibers mit der behördlichen Liste ab.
Laut einem einzelnen fachbezogenen Überblick enthält die BMF-Whitelist für den Online-Bereich aktuell nur einen Eintrag: win2day. Diese Aussage ist als quellengebundene Angabe zu behandeln, nicht als zeitlos feststehende Marktübersicht. Listen können sich ändern; außerdem muss klar sein, ob die Quelle tatsächlich den Online-Bereich und nicht andere Glücksspielarten meint.
Für deine Entscheidung ist die Reihenfolge wichtiger als die Werbeaussage:
- Betreibername im Impressum feststellen.
- Angegebene Konzession prüfen.
- Eintrag in der BMF-Whitelist abgleichen.
- Prüfen, ob der Eintrag zum konkreten Online-Angebot gehört.
- Nur bei einem schlüssigen Ergebnis weitere Merkmale vergleichen.
Ein Anbietername auf der Startseite kann von der juristischen Betreiberbezeichnung abweichen. Deshalb solltest du nicht nur nach der Marke suchen. Maßgeblich ist die Einheit, die den Vertrag mit dir schließt.
Was ein fehlender Nachweis rechtlich bedeutet
Die Prüfung ist nicht bloß eine Formalität für besonders vorsichtige Spieler. Verträge mit Anbietern ohne österreichische Konzession sind nach § 879 ABGB wegen Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot nichtig. Das verändert die rechtliche Position beider Seiten erheblich.
Laut der genannten Quelle können Spieler Einsätze bei nicht konzessionierten Anbietern nach § 1041 ABGB zurückfordern. Daraus folgt kein risikofreier Zahlungsweg und keine Empfehlung, ein solches Angebot zunächst auszuprobieren. Ein möglicher Rückforderungsanspruch ersetzt weder die Prüfung vor der Registrierung noch die Sicherheit eines klar belegten Konzessionsstatus.
Für die Casino-Auswahl ist daher eine einfache Regel sinnvoll: Fehlt der Nachweis, fällt das Angebot aus dem Vergleich. Nicht „vielleicht später“. Nicht „die Lizenz ist ja europäisch“. Der Nachweis muss vorliegen.

Rechtslage nicht mit Marktwerbung verwechseln
Werbevergleiche verwenden häufig Begriffe wie „für Österreich“, „österreichische Spieler willkommen“ oder „reguliertes Casino“. Solche Formulierungen beschreiben zunächst die Zielgruppe oder die Selbstdarstellung des Anbieters. Sie beweisen keine Österreichische Konzession.
Auch die rechtliche Einordnung ausländischer Anbieter wird nicht einheitlich dargestellt. Neben der erwähnten Auffassung zur rechtlichen Grauzone steht die Behauptung, Anbieter mit EU-Lizenz seien gesetzlich legitim, weil sie nationale Vorschriften erfüllten. Solange diese Aussagen nicht auf dieselbe verbindliche Grundlage zurückgeführt werden, solltest du sie nicht zu einer scheinbar eindeutigen Erlaubnis zusammenfassen.
Für einen belastbaren Vergleich bleibt deshalb die engere Frage: Ist eine österreichische Konzession des Bundesministeriums für Finanzen nachweisbar? Sie ist präziser als allgemeine Aussagen über die Europäische Union, den Sitz eines Unternehmens oder eine ausländische Aufsichtsbehörde.
Die geplante Reform getrennt vom geltenden Recht bewerten
Ein weiterer Punkt ist die geplante Glücksspielreform 2026. Laut einem einzelnen fachbezogenen Überblick sieht der Entwurf ab dem 1. Oktober 2027 ein offenes Konzessionssystem mit mehreren Online-Anbietern vor. Derselbe quellengebundene Entwurf soll für künftige Konzessionäre ein Mindeststammkapital von zehn Millionen Euro vorsehen.
Das sind Perspektiven eines Entwurfs, keine heute automatisch geltenden Auswahlregeln. Ein Anbieter kann sich daher nicht allein mit dem Hinweis auf eine kommende Öffnung als künftig berechtigt darstellen. Bis zu einer tatsächlichen Änderung bleibt der aktuelle Konzessionsstatus entscheidend.
Für die Bewertung von Angeboten ergeben sich daraus zwei Zeitachsen:
| Zeitpunkt der Prüfung | Maßstab |
|---|---|
| Gegenwart | Nachweis der derzeit erforderlichen Österreichischen Konzession und Abgleich mit der BMF-Whitelist |
| Nach einer möglichen Reform | Prüfung, ob der Anbieter tatsächlich eine neue Konzession erhalten hat |
Die geplante Öffnung kann den Markt verändern, aber sie ersetzt keine aktuelle Berechtigung. Ein Entwurf ist noch keine Konzession.
Ein sachliches Auswahlraster
Wenn mehrere Angebote nebeneinanderliegen, hilft eine feste Gewichtung. Die rechtliche Zulässigkeit ist dabei kein Bonuspunkt, sondern eine Zugangsvoraussetzung. Erst danach kannst du praktische Unterschiede berücksichtigen.
| Kriterium | Entscheidung |
|---|---|
| Österreichische Konzession nachgewiesen | Angebot bleibt im Vergleich |
| Eintrag in der BMF-Whitelist nachvollziehbar | Rechtlicher Abgleich ist möglich |
| Nur EU- oder Drittstaatenlizenz genannt | Österreichische Berechtigung nicht belegt |
| Betreiber nicht eindeutig erkennbar | Angebot aussortieren |
| Angaben widersprechen sich | Nicht als offiziell legales Angebot bewerten |
| Reform wird als aktuelle Erlaubnis dargestellt | Darstellung nicht übernehmen |
So wird die Casino-Auswahl nachvollziehbar: Nicht das lauteste Versprechen gewinnt, sondern das Angebot, dessen rechtlicher Status sich am klarsten prüfen lässt. Danach darfst du weitere persönliche Kriterien heranziehen. Vorher nicht.
Geschrieben von der Redaktion „Online Casino Spiele At”.